Jour fixe mit Wladimir Jakunin
| 06. September 2012 | Der Präsident der Russischen Eisenbahnen (RZD), Wladimir Jakunin, hat im Rahmen eines Jour Fixe der ORFG im Palais Esterházy die Wichtigkeit des Ausbaus der Schieneninfrastruktur zwischen Europa und Asien hervorgehoben. Gleichzeitig unterschrieb Jakunin ein Kooperationsabkommen mit den ÖBB.
„Der Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Europa und Asien ist entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung beider Kontinente“, sagte der Präsident der Russischen Eisenbahnen, Wladimir Jakunin, gestern beim Jour Fixe der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in seinem Vortrag. Jakunin betonte weiters, dass dabei den Russischen Staatsbahnen als Verbindungsglied eine entscheidende Rolle zukomme. „Die Russischen Eisenbahnen sind für innovative Projekte zum Ausbau eines globalen Infrastrukturnetzes bereit, die Eisenbahn ist immer schon Vorreiter positiver Entwicklungen gewesen“ sagte Jakunin. Damit werden die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Russland sowie zwischen Europa und Asien gestärkt.
Auch der Präsidenten der ORFG, Ludwig Scharinger, hob die Bedeutung der österreichisch-russischen Kontakte hervor: „Österreich wird immer mehr zur Infrastrukturdrehscheibe Mitteleuropas. Es ist auch für die Entwicklung der ÖBB von großer Bedeutung, dass die russische Breitspur bis nach Österreich geführt wird und die ÖBB und die Russischen Eisenbahnen intensiv zusammenarbeiten.“
Bei der Veranstaltung wurde ein Kooperationsabkommen der Österreichischen und Russischen Eisenbahnen von ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Kern und RZD-Präsident Jakunin unterzeichnet.

Jour fixe mit WKO Präsident Leitl

LeitlÖsterreichische Firmen nutzen die Chancen vor allem im europäischen Teil Russlands noch immer zu wenig. Das erklärte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl als Gastredner beim Jour Fixe der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft (ORFG) am 29.11.2012. Gerade der Osten Russlands biete große Chancen. Dies belege die schon jetzt überdurchschnittliche Wachstumsrate bei österreichischen Exporten nach Russland.

Beim Jour Fixe der ORFG hob Wirtschaftskammer-Präsident Leitl die großen Chancen für Österreichs Wirtschaft, vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Medizintechnik, Umwelttechnologien, Landwirtschaft und Tourismus am russischen Mark hervor. Leitl sieht vor allem im Westen Russlands, dem europäischen  Teil des riesigen Landes, das größte Potential für österreichische Unternehmen. „Kooperationen im Technologie-Sektor und Know-How-Transfer könnten auch Europa aus der derzeitigen Wirtschaftskrise helfen“, so Christoph Leitl. Derzeit verfügen rund 450 österreichische Firmen über Niederlassungen in Russland.

Sowohl die österreichischen Exporte nach Russland als auch die Importe aus Russland wachsen konstant. Im ersten Halbjahr 2012 betrug der Exportzuwachs drei  Prozent. Der Import russischer Waren nach Österreich stieg hingegen um 18 Prozent.

Für den Präsidenten der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft, Dr. Ludwig Scharinger, ist diese Entwicklung ein klares Signal, die Wirtschaftskontakte mit Russland noch deutlich zu verbessern. Scharinger: „Österreichische Firmen täten gut daran, die Chancen, die der russische Markt bieten, noch viel besser zu nutzen. Die ORFG ist dafür der ideale Ansprechpartner.“


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