Jour fixe mit Wladimir Jakunin
| 06. September 2012 | Der Präsident der Russischen Eisenbahnen (RZD), Wladimir Jakunin, hat im Rahmen eines Jour Fixe der ORFG im Palais Esterházy die Wichtigkeit des Ausbaus der Schieneninfrastruktur zwischen Europa und Asien hervorgehoben. Gleichzeitig unterschrieb Jakunin ein Kooperationsabkommen mit den ÖBB.
„Der Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Europa und Asien ist entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung beider Kontinente“, sagte der Präsident der Russischen Eisenbahnen, Wladimir Jakunin, gestern beim Jour Fixe der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in seinem Vortrag. Jakunin betonte weiters, dass dabei den Russischen Staatsbahnen als Verbindungsglied eine entscheidende Rolle zukomme. „Die Russischen Eisenbahnen sind für innovative Projekte zum Ausbau eines globalen Infrastrukturnetzes bereit, die Eisenbahn ist immer schon Vorreiter positiver Entwicklungen gewesen“ sagte Jakunin. Damit werden die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Russland sowie zwischen Europa und Asien gestärkt.
Auch der Präsidenten der ORFG, Ludwig Scharinger, hob die Bedeutung der österreichisch-russischen Kontakte hervor: „Österreich wird immer mehr zur Infrastrukturdrehscheibe Mitteleuropas. Es ist auch für die Entwicklung der ÖBB von großer Bedeutung, dass die russische Breitspur bis nach Österreich geführt wird und die ÖBB und die Russischen Eisenbahnen intensiv zusammenarbeiten.“
Bei der Veranstaltung wurde ein Kooperationsabkommen der Österreichischen und Russischen Eisenbahnen von ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Kern und RZD-Präsident Jakunin unterzeichnet.

Jour fixe mit Oleg Atkov

Im Rahmen des ersten Jour Fixes der ORFG im Jahr 2013 sprach der ehemalige Kosmonaut Oleg Atkov am Freitag, 8. Februar über wichtige Experimente der bemannten Raumfahrt und über Auswirkungen der All-Expeditionen auf die Mannschaft. Atkov war im Jahr 1984 für 237 Tagen auf der Raumstation „Saljut 7“ und brach den damalige Langzeitrekord.

Der Kosmonaut Oleg Atkov, Vizepräsident der Russischen Eisenbahnen und Generalsekretär des World Public Forums „Dialogue of Civilizations“ referierte beim ersten Jour Fixe im neuen Jahr zum Thema „Bemannte Raumfahrt – Möglichkeiten und Grenzen für den Menschen“ im Palais Kaiserhaus.

237 Tage hat Atkov mit zwei weiteren Kosmonauten in den 80er-Jahren auf der russischen Raumstation „Saljut 7“ verbracht. Die wissenschaftliche Erkenntnis bei dem Aufenthalt war bemerkenswert. Über 100 Experimente – alleine 30 davon im medizinischen Bereich – wurden durchgeführt. „Weltraummissionen sind wichtig, nur so können wir mehr über den Kosmos und letztlich auch über uns selber erfahren“, ist Atkov sicher. „Wir hatten mit körperlichen Strapazen, enormem Gewichtsverlust, eingeschränkter Bewegung und der Verlangsamung zu kämpfen“, so Atkov. Sprachliche Barrieren wurden bei internationalen Missionen überwunden, indem eine eigene Weltraumsprache – eine Mischung aus Englisch und Russisch – erfunden wurde.

Für den Präsidenten der ORFG, Ludwig Scharinger, ist neben dem gesellschaftspolitisch relevanten Zugang vor allem der wirtschaftliche Aspekt im Technologie-Austausch mit Russland interessant. Das Ziel für Scharinger ist: „österreichisches Know-how, sowohl im Bereich Infrastruktur als auch in der Hochtechnologie der Weltraumforschung, zur Verfügung zu stellen und uns als attraktiven Partner in der Entwicklung innovativer Technologien, Produkte und Verfahren zu positionieren.“

 


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